Den Wald entdecken
Unter diesem Motto stand die Führung des Naturparks Spessart für 17 Bad Orber Ferienpasskinder und 4 Erwachsene.
Per Fußmarsch ging es zunächst auf die rund 4 Kilometer lange Strecke entlang der ehemaligen Förderbahn vom Busbahnhof zum Schullandheim Wegscheide. Dort angekommen nahm die Försterin des Naturparks, Manuela Gebhardt, die Gruppe in Empfang. Nach einigen Infos über den Beruf des Försters, das Wachstum der Bäume und die wichtige Funktion des Waldes ging es auf Entdeckertour um das Gelände der Wegscheide.
Ein großer Bau der roten Waldameise markierte die erste Station. „Das kann teuer werden, wenn man den Ameisenbau zerstört“ mahnte Försterin Manuela Gebhardt gleich zu Beginn und unterstrich damit die wichtige Funktion der kleinen Krabbeltiere im Ökosystem Wald. Die Gruppe staunte nicht schlecht, als sie erfuhr, dass bis zu vier Millionen Tiere in so einem Bau leben können und die Königin ein Alter von bis zu acht Jahren erreichen kann. Einige Meter weiter hatte die Försterin ein Rate- und Suchspiel für die Kinder vorbereitet. Zunächst galt es durch gezieltes Fragen, Tiere zu erraten. Richtig schwer wurde es dann anschließend. In Vierergruppen aufgeteilt mussten die Kinder eine Suchliste mit 10 Punkten abarbeiten, darunter das Aufspüren einer Feder oder die Suche nach etwas Schönem oder Geradem. Das Auffinden von Abfall war da noch die leichteste Übung. Ein Pfiff aus Manuela Gebhardts Trillerpfeife läutete das Ende der Suchaktion ein. Interessant, was bei der anschließenden Begutachtung der Dinge so alles zu Tage trat: ein Schweizer Messer, eine Fischdose, Zapfen und Samen, viele Blätter und alles was der Wald sonst noch bereit hält. Zum Schluss konnten die Kinder noch einiges über die Tiere im Wald erfahren. Manuela Gebhardt hatte Geweihe und Schädel mitgebracht, die selbstverständlich auf einmal angefasst werden durften. Danach waren sich alle einig: ein interessanter Tag im Wald ging viel zu schnell vorbei und auch im nächsten Jahr wollen die Kinder wieder den Wald entdecken.